R.a.u.m lassen für Dein Leben! Teil 2

Aktualisiert: Okt 13


Und immer noch geht es um Deinen Raum. Nicht nur zu Weihnachten oder Silvester.

Wie ging es also weiter mit unserem Experiment, bewusst R.a.u.m für das Leben in einer Zeit zu lassen, die so voll gepackt ist von unseren Denkmustern und Glaubenssystemen?


Es war tatsächlich zeitweise noch schwierig, sich von den alten Mustern nicht mehr beeinflussen zu lassen. Weihnachten und Silvester sind so voller Familien- und eigener Glaubenssysteme. So gut wie jeder um Dich herum steckt in alten Mustern und Denkweisen fest. Alle praktizieren das, worauf sie sich über viele Jahrzehnte geeinigt haben: eine bestimmte Art von Weihnachten. Und vor allem auch eine bestimmte Art von Silvester. Zunächst ist es also essentiell, sich darüber klar zu werden, was Du eigentlich damit verbinden möchtest. Denn nur Du bestimmst wer oder was eine tiefe Bedeutung für Dich hat. Du füllst Dein Leben mit der Idee, was Weihnachten und Silvester für Dich sein soll. Lebst Du es so, dass es für Dich stimmig ist?


Als ich das erste Mal in meinem Leben Silvester bewusst miterlebt habe, war es für mich eines der schrägsten Momente, an die ich mich in meiner Kindheit erinnern kann. Wir (mein Bruder, meine Cousine und ich) wurden damals aus dem Bett geholt (ich schreibe das jetzt aus meiner Sicht, es war für die anderen bestimmt ganz anders von ihrer Wahrnehmung her!) und alle Erwachsenen waren aus einen für mich unverständlichen Grund schrecklich aufgeregt. Gleich würde das neue Jahr anfangen! Ich konnte nicht im geringsten nachvollziehen, was das bedeutet, noch fühlte es sich für mich stimmig an, mitten im Winter ohne äußerliche Anzeichen, wie zum Beispiel das Gefühl und dem Geruch von Frühling, der schon in der Luft liegt, von etwas Neuem zu sprechen. Und die reine Zeitrechnung war für mich nicht greifbar. Es wurde für die Erwachsenen Sekt eingegossen und für die Kinder Apfelsaft. Und als es dann 12 Uhr nachts war, fingen alle aufgeregt an, sich zu gratulieren. Ich stand da und verstand das alles nicht. Und so blieb es tatsächlich bis heute. Für mich ist das ein Zeitraum, mit dem ich keinen Neuanfang verbinde. Für mich ist der Winter die Zeit, wo man sich zurückzieht, das alte Jahr noch einmal überschaut und Altes bewusst loslässt, um sich dann auf das neue Jahr auszurichten und die Samen zu säen, dessen Früchte man ernten will. Aber den neuen Anfang verbinde ich eindeutig mit dem Frühjahr. So wie die Natur es uns vorlebt. Und damit kann ich sehr gut etwas anfangen. Also habe ich schon vor vielen Jahren entschieden, Silvester eher als eine Innenkehr zu sehen. Und genau das zu Leben. Egal, was andere davon halten. Auch wenn Du dafür schräg angeschaut wirst. Denn hey, es ist Dein Leben, nicht wahr! :-)


Also haben wir beschlossen, genau das dieses Jahr auch ganz bewusst zu leben. Wir haben uns kurzfristig ein Hotelzimmer in der Heide genommen und tatsächlich Silvester verhältnismäßig ruhig und mit viel Natur verbracht. Wir waren am 01.01. schon früh auf und hatten die Welt für uns. Das war seeeeeehr schön! Und weil dieser Artikel ja gerade um das R.a.u.m lassen geht, hatten wir aufgrund dieser Ruhe und Leere die Eingebung, einfach mal nachzuschauen, was eigentlich der "leer"stehende Bauernhof von meinem Opa so macht und sind dann spontan am Freitag losgefahren. Ohne ein Hotel zu buchen, einfach dem Leben Raum gebend, für uns zu sorgen. Und das hat es ganz großartig gemacht :-) Kurz vor Verden fühlte es sich für mich stimmiger an, mich nach einem Hotel umzuschauen, damit wir am nächsten Tag im Hellen weiterfahren können. Eine "Landpartie" ist doch viel schöner, wenn man etwas sehen kann! ;-) So landeten wir dann in einem wunderschönen Hotel in Verden und waren, man glaubt es nicht, die einzigen Gäste! Wir hatten ein Hotel mit 62 Zimmern ganz für uns alleine! An der Rezeption sagten sie uns, dass sie das noch nie erlebt hätten. Verden an der Aller ist ein wunderschönes kleines Örtchen, dass wir an dem Abend noch bei einem ausgiebigen Spaziergang genießen durften und am nächsten Morgen hatten wir dann ein ganzes Frühstücks-Buffet für uns alleine! Das Universum hat dann noch etwas sehr Spannendes für mich geliefert, (ich mag Detektivgeschichten), aber das werde ich hier aus Rücksicht auf die beteiligten Personen nicht berichten... Nur so viel: Das Leben hat sich wunderbar in dem Raum, den wir ihm bereit gestellt haben, ausgebreitet und alles perfekt arrangiert! Und durch das leere Hotel und die kleine Detektivgeschichte sind wir dann noch so nett mit den Angestellten ins Gespräch gekommen, dass es zudem auch noch ein sehr persönlicher Aufenthalt für uns wurde!



Dankeschön, liebes Universum!



Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr,

was auch immer Du damit verbindest

und wann auch immer Du den Neuanfang für Dich setzt

oder auch nicht!

Und falls Du es machst wie ich und den Winter nutzt,

um Altes loszulassen und Neues zu pflanzen,

dann wünsche ich Dir,

dass auch Deine Samen aufgehen

und viele Früchte tragen werden!



Alles Liebe,

Deine Petra Schilske




P.S.: Falls Du dazu noch eine Klangmeditation hören möchtest, dann empfehle ich Dir den Winterzauber, mit dem Du Altes loslassen und neue Samen setzen kannst!


P.P.S.: Wir hatten am Donnerstag noch ein wunderschönes und auch sehr spontanes Essen mit sehr lieben Nachbarn und dort habe ich dann erfahren, dass es in Thailand eine ganz andere Tradition zu unserem Silvester gibt: Dort gehen die Menschen in den Tempel und beten den Abend und während des Übergangs für das neue Jahr. Es ist so schön zu sehen, dass es so viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt und für jeden etwas dabei ist! Und falls für Dich das Richtige noch nicht existiert, dann kreiere es Dir einfach! Vielleicht wirst Du dann der Funke für eine ganz neue Tradition! :-)


P.P.P.S: Einen Nachtrag habe ich noch. Es war wirklich so eine tolle Zeit voll von R.a.u.m für Überraschungen, dass ich eine ganz besondere doch glatt vergessen habe! Als wir uns auf das "Finden" einer Unterkunft für Silvester gemacht haben, hatte ich zuerst auch die Idee, im Harz nachzuschauen, ob es vielleicht noch eine ganz einsam und ruhig liegende Wohnung für uns geben würde. Und eine einzige Wohnung zeigte sich mir, wo alles stimmig erschien... Allerdings stellte sie sich dann bei der Nachfrage als doch nicht frei heraus, wie auf der Webseite angegeben. Du fragst Dich bestimmt, warum ich das überhaupt erwähne?! Diese Wohnung lag in genau dem Ort, wohin ich während meiner Schulzeit eine Klassenreise mitgemacht habe, die (obwohl ich Klassenreisen nie mochte) mich doch aus einem ganz bestimmten Grund bis heute tief beeindruckt hat. Und das ist der Weg, den wir damals im tiefen Schnee mit Langlaufskiern gegangen sind. Dieser Weg war für mich so fantastisch und wunderschön, ein Winterwonderland, dass er gedanklich in so gut wie jede Klangmeditation von mir mit eingeflossen ist, die mit den Worten anfängt: "Stell Dir nun vor, Du würdest an einem wunderschönen Ort spazieren gehen." Diese Spaziergänge fangen bei mir genau dort an, auch wenn sie sich dann je nach Lust und Laune immer wieder anders entwickeln. Ich habe mich die ganzen Jahre immer gefragt, wo dieser Weg war und jetzt habe ich die Antwort bekommen: Es war der Dammgraben-Weg in Altenau!



Petra Schilske

Sound of Healing Arts

Klangmeditationen, Reality Creation & mehr

Beerentaltrift 90 d

21077 Hamburg

Germany